Unter- und Oberdämpfungsmechaniken

Bei den Pianinos, also den aufrechten Klavieren, die uns aus dem vorigen Jahrhundert vererbt und überliefert sind, spielt die Unterscheidung von Ober- und Unterdämpfermechaniken eine Rolle. Für die Einstufung des Instrumentes, dessen Wert, dessen musikalische Fähigkeiten und den Aufwand der Restaurierung oder Reparatur ist der Mechaniktyp, ob Ober- oder Unterdämpfer, einer der entscheidendsten Punkte.

Schema einer Oberdämpfermechanik Schema einer Unterdämpfermechanik Gegenüberstellung von Ober- und Unterdämpfermechanik

Links die Oberdämpfungsmechanik:

- Dämpfer über dem Hammerkopf
- Dämpferkraft wird duch Bleigewichte erzeugt
- Dämpferarm an Dämpferbalken gelagert
- Angriffspunkt der Dämpfer bei ca. 1/15 der Saitenlänge


Rechts die moderne Unterdämpfungsmechanik:

- Dämpfer unter dem Hammerkopf
- Dämpferkraft wird duch eine Feder erzeugt
- Dämpferarm ist am Mechanikbalken gelagert
- Angriffspunkt der Dämpfer bei ca. 1/5 der Saitenlänge








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Bildquelle: Mechanikkatalog von Langer, ca. 1925

Seit ca. 100 Jahren wird in Klavieren bzw. Pianinos ausschließlich die Unterdämpfungsmechanik verwendet, deren Bauweise mit dem Dämpfer unterhalb der Hammerköpfe entscheidende Vorteile für die Spielart und die Akustik, d.h. die Dämpfwirkung, bringt. Instrumente mit einer Oberdämpfungsmechanik können mit einer neuen Unterdämpfungsmechanik ausgestattet werden, um die Spielart und Dämpfung zu verbessern, was auch zum Werterhalt beiträgt. Nähere Informationen finden Sie hier bei den unten stehenden Links.

Verwandte Themen:

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