Restaurierung und Aufarbeitung von Klaviaturen

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Lädt zum Spielen ein | Eine perfekte Klaviatur übt einen besonderen Reiz aus

Lädt zum Spielen ein | Eine perfekte Klaviatur übt einen besonderen Reiz aus

Beim Spielen nicht sichtbar | Der hintere Part einer Klaviatur

Beim Spielen nicht sichtbar | Der hintere Part einer Klaviatur

Verschlissener Filz | Die Filzscheiben dieser Klaviatur sind zwar nur leicht abgenutzt, müssen aber dennoch ausgetauscht werden

Verschlissener Filz | Die Filzscheiben dieser Klaviatur sind zwar nur leicht abgenutzt, müssen aber dennoch ausgetauscht werden

Vorher und Nachher | Klaviatur mit Elfenbeinbelag vor vor und nach der Aufarbeitung

Vorher und Nachher | Klaviatur mit Elfenbeinbelag vor vor und nach der Aufarbeitung

Spielbereit | Eine restaurierte Elfenbeinklaviatur

Spielbereit | Eine restaurierte Elfenbeinklaviatur

Die Klaviatur als das Gesicht des Instrumentes

Die Klaviatur eines Pianos oder Flügels ist das Bindeglied zwischen Mensch und Instrument. Mechanisch und technisch sollte alles stimmen: Die Tasten sollen solide an ihrem Platz stehen und doch leichgängig sein, die Zwischenräume sollen gleich groß sein, die Tastenbeläge weiß und angenehm zu berühren sein, die weißen und schwarzen Tasten jeweils eine Ebene bilden. Die Optik einer Klaviatur ist auch nicht zu verachten, ist sie doch geradezu ein Symbol für Musik. Sie ist es auch, die den Spieler einlädt, sich an das Instrument zu setzen.

Garnierungen und deren Verschleiß

Bei fast allen Pianos und Flügeln werden die Tasten über Garnierungen an ihrem Platz gehalten und in ihrer Bewegung geführt. Garniernungen sind kleine Polster aus Kasimirtuch oder Pergamentleder, die in die Tasten geklebt und über einen Stift geführt werden. Diese Garnierungen können, je nach Material, über die Jahre so verschleißen, dass die Taste zu locker sitzt. Ein wirklich kontrolliertes Spiel ist damit nicht mehr möglich. An dieser Stelle müssen die Garnierungen erneuert werden. Das Einleimen neuer Filzflecken sorgt dafür, dass eine vormals klapperige Klaviatur wieder solide und exakt steht.

Vergleich von intakten und verschlissenen Piano Tastengarnierungen

Das Geradelegen

Die Höhe und Grundposition der Tasten wird bestimmt, indem die Tasten auf kleinen Filzscheiben gelagert werden, die mit Pappe oder Papier unterlegt werden. Diese Papierscheiben sind teilweise nur 0,01 mm dick, was eine Vorstellung von der Genauigkeit gibt, mit welcher beim Geradelegen, wie sich der Vorgang nennt, gearbeitet werden muss. Nach Jahren des Spiels verändert sich diese Regulierung, die Tasten stehen nicht mehr in einer Ebene, nicht mehr auf gleicher Höhe. Zwar für sich allein ein eher subtiles Problem, aber in der Summe aller Tasten gibt es dem Spieler das Gefühl, auf einem wackeligen Instrument zu spielen. Hier lässt sich mit neuem Geradelegen wieder alles in eine Ebene bringen, was den Händen des Spielers sehr entgegenkommt.

Vergleich von korrekt regulierten und fehlpositionierten pianotasten

Tastenbeläge

Ein weiterer Problempunkt ist der Tastenbelag. Während vergilbtes Elfenbein fast nur ein optisches Problem ist, machen sich ablösende Tastenbeläge das Spielen fast unmöglich. In beiden Fällen ist Abhilfe möglich: Elfenbeintasten lassen sich oft aufarbeiten und bleichen, so dass sie wieder in Blütenweißem Hochglanz erstrahlen können. Für alle anderen Fälle können exakt gearbeitete, robuste Kunststoff-Beläge aufgebracht werden, wie sie heute bei allen Instrumenten bis in die obersten Preisklassen verwendet werden.

Aufarbeiten lohnt sich

Nach der Restaurierung kann eine Klaviatur optisch und technisch der eines Neuinstrumentes gleichkommen. Je nach Grundsubstanz und Zustand lässt sich die angestrebte Präzision oft wieder herstellen. Für das Spielgefühl und die Spielfreude, die auch aus der Optik heraus erwächst, bringt die Aufarbeitung einer Klaviatur große Verbesserungen.

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